Juni 2020
Für viele Segler der oberen Adria ist der Stadthafen von Grado ein attraktives Ziel. Man liegt mitten im Zentrum des kleinen Städtchens umgeben von Restaurants und Eisdielen. Nur das Anlegen ist nicht ganz einfach, denn es ist zumeist recht eng. Murings oder Dalben gibt es keine. Stattdessen muss man eine Bugleine durch die Öse einer kleinen Boje führen, bevor man das Heck an der Hafenmauer festmachen kann. Ein etwas anspruchsvolles Manöver.

Nach dem Anlegerschluck im Cockpit reicht die Energie meistens nur noch zu einem kurzen Spaziergang durch die schöne Altstadt, wo sich auf der Piazza Duca d’Aosta die meisten Restaurants befinden. Am nächsten Tag wird der Törn fortgesetzt, entweder Richtung Venedig oder nach Slowenien / Kroatien.
Dabei verdient Grado und seine Umgebung mehr Aufmerksamkeit. Nicht nur die einzigartige Lagunenlandschaft, sondern auch die beeindruckenden Kunstschätze im nahegelegenen Aquileia sind es wert, länger zu bleiben. Mit Rädern (die man sich in Grado an vielen Stellen ausleihen kann) bietet sich ein schöner Rundkurs an, der im Folgenden beschrieben wird. Dabei kommen auch Freunde des modernen Yachtbaus auf ihre Kosten, da man in Aquileia neben vielen Altertümern auch auf das Gelände der Firma Solarisyachts schauen kann, eines renommierten Herstellers von großen Luxussegelyachten.







